SPORTHOMEDIC bietet seit diesem Jahr eine neue Therapie mit „Actovegin“ an – eine hochwirksame biologische Substanz, die auch von Dr. Müller-Wohlfahrt seit vielen Jahren zur Behandlung von Muskel- und Sehnenverletzungen herangezogen wird.

Im Interview mit Marco Sieger (Facharzt für Orthopädie) erhalten sie weiterführende Informationen zu dem Medikament und seiner Wirkung, den Indikationen sowie zu dem Ablauf der Behandlung.

 

Muskelverletzungen zählen zu den am häufigsten vorkommenden Verletzungen im Sport. Wie sieht eine optimale Therapie aus?

„Bei SPORTHOMEDIC sehen wir sehr häufig Muskelverletzungen. In den ersten 48 Stunden nach dem Akut-Ereignis sollte nach der sogenannten PECH-Regel verfahren werden. Das P steht dabei für Pause, das E für Eis, das C für Kompression und das H für Hochlagern.

Daraufhin folgt bei SPORTHOMEDIC eine Behandlung mit „Actovegin“, das in einer Kombination mit weiteren Substanzen in den verletzten Muskel und seine Umgebung injiziert wird.

Diese Injektion bewirkt eine Tonus-Regulation des Muskels, sie greift in die metabolischen Vorgänge ein und nimmt Einfluss auf die Muskelsteuerung.“

 

Was genau ist „Actovegin“?

„Bei diesem Medikament handelt es sich um ein deproteinisiertes Hämoderivat, das auf Kälberblut zurückgeht (bovinen Ursprungs).

Gewonnen wird dieses Extrakt in einem osmotischen Vorgang, in dem die Aminosäuren extrahiert (gewonnen) werden.“

 

Wozu wird das Medikament eingesetzt?

„Actovegin beeinflusst den Energie- und Reparaturstoffwechsel positiv. Neben dem Einsatz bei diversen Muskelverletzungen wie Zerrungen oder Muskelfaserrissen kann diese Substanz auch an Triggerpunkte, Tenderpoints sowie periartikulär an die Facettengelenke gespritzt werden.“

 

Wie wird diese Therapie durchgeführt und wie wirkt das Medikament?

„Zunächst werden ca. 5-7 Nadeln unter fortlaufender Freigabe eines Lokalanästhetikums nahezu schmerzfrei in dem verletzten Muskel und seine Umgebung eingebracht. Im Anschluss wird eine Mischung aus Actovegin und Traumeel, 2ml pro Nadel, injiziert. Ziel ist, die Muskelfasern in eine anabole Stoffwechsellage zu versetzen. Dadurch kann eine schnelle Heilung der Zell- und Fasersysteme auf molekular biologischer Ebene erreicht werden. Mit dieser Art von Therapie werden also optimale Bedingungen zur raschen Heilung des Muskels geschaffen.“

 

Gibt es Kontraindikationen?

„Wie bei allen Medikamenten gibt es Faktoren, bei denen diese Therapie nicht durchgeführt werden sollte. Im Falle von bestehenden Allergien auf eine der verwendeten Substanzen, bei relevanten Herzrhythmusstörungen oder bestehenden Gerinnungsstörungen sowie bei der Einnahme von Marcumar (Blutverdünnung).“

 

Für weitere Fragen zu dieser Therapiemethode stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.