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Achillessehnenruptur

Die Achillessehne ist mit ihrer Daumendicke die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers. Sie überträgt die Kraft des kräftigen dreiköpfigen Wadenmuskels (M. triceps surae) auf den Fuß und ermöglicht somit die Plantarflexion (Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle, Anspannen der Wadenmuskulatur). Bei einem kompletten Riss der Sehne ist ein Zehenstand aufgrund der fehlenden Kraftübertragung nicht mehr möglich.
Die durchschnittliche Länge liegt bei 20-25 cm bei einem mittleren Querschnitt von etwa 80 mm². Die Achillessehne vermag Belastungen von 80-100N/mm² (entspricht einer Tragfähigkeit von bis zu 800kg) zu tolerieren.
Ein Riss der Achillessehne tritt daher meist nur bei Vorschädigung durch Über- und Fehlbelastung ein. Die Sehne erfährt dabei immer wieder kleinere Traumatisierungen, die die Blutversorgung des Gewebes mindern und so durch degenerative Prozesse zu einer Minderung der Festigkeit führen. Aufgrund dieser Gegebenheiten reißt die Sehne häufig genau in der Mitte, dort wo sie den dünnsten Querschnitt hat und die Durchblutung am geringsten ausgeprägt ist. Auch knöcherne Ausrisse sind je nach Traumaschwere möglich.
Pro Jahr kommt es zu ca. 20.000 Achillessehnenrupturen. Sie treten gehäuft bei sportlich aktiven Männern zwischen 30 und 50 Jahren auf. Die Sehne reißt mit einem plötzlichen, lauten, peitschenknallähnlichen Geräusch und ist kaum zu überhören. Nach initialen kühlenden und abschwellenden Maßnahmen ist eine zügige ärztliche Vorstellung wichtig, um die weitere Therapie festzulegen.
Generell gibt es zwei Therapieoptionen (operativ und konservativ). Beide Therapieformen haben je nach Patient Ihre Berechtigung. Ältere, wenig sportlich ambitionierte Patienten können konservativ (mittels Spezialschuh) behandelt werden. Die Rate der Re-Ruptur liegt hier allerdings bei ca. 15-20%.
Jüngeren bzw. sportlich ambitionierten Patienten empfehlen wir eine operative Versorgung. Der optimale Zeitpunkt liegt innerhalb der ersten 10 Tage nach dem Unfallereignis, wenn die Weichteile bereits wieder abgeschwollen sind. Operativ sind unterschiedliche Nahtverfahren möglich. Für den Fall einer älteren Ruptur sind rekonstruktive Maßnahmen (z.B. Umkehrplastiken) Mittel der Wahl.
Auch hier findet die Nachbehandlung mittels Spezialschuh in Spitzfußstellung unter allmählichem Aufdehnen der operierten Sehne (über ca. 6-8 Wochen) statt. Stützpfeiler der Therapie sind neben der Operation physiotherapeutische Maßnahmen zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und Muskelkräftigung.
Wissenschaftliche Studien weisen eine Überlegenheit des operativen Verfahrens mit geringeren Re-Ruptur Raten (ca.4%) und einer höheren Belastbarkeit gegenüber dem konservativen Verfahren aus.
SPORTHOMEDIC ist sehr erfahren in der Behandlung von Achillessehnenrupturen, und sämtliche operative Verfahren werden beherrscht. Auch die Nachbehandlung wird nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen unter früher Mobilisation durchgeführt. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

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