Post-operative Nachbehandlung bei Kreuzbandersatz
Bei der postoperativen Nachbehandlung eines Patienten mittels Kreuzbandersatzplastik ist zunächst eine Ruhigstellung in einer Knieimmobilisationsschiene für die ersten Tage angezeigt. Unmittelbar post-operativ beginnen physiotherapeutische Maßnahmen (Kältetherapie, Lymphdrainage, Patellamobilisation) und die Mobilisation an Unterarmgehstützen unter einer Teilbelastung von etwa 20kg.
Die weitere Rehabilitation erfolgt frühfunktionell mit einer Orthese (Brace), die für die ersten vier Wochen auf 90 Grad Beugung eingeschränkt ist sowie begleitender intensiver ambulanter Physiotherapie (Gelenkmobilisation, Quadricepsaktivierung, Fortführung der Lymphdrainage) unter Vermeidung des Stretchings der ischiocruralen Muskulatur (Sehnenentnahmestelle).
Im Anschluß daran ist die aktive muskuläre Stabilisierung des Kniegelenkes in der Regel gegeben, so dass nach ca. 4 Wochen die Beugebegrenzung der Orthese freigegeben wird. Unterarmgehstützen sind dann in der Regel nicht mehr erforderlich, und die Vollbelastung wird problemlos toleriert.
Ab der 6. Woche wird mit dem systematischen Kraftaufbau der Oberschenkelmuskulatur begonnen. Mittels Neuro-Tens-Geräten (Reizstromtherapie) wird zusätzlich elektrophysiologisch der Muskelaufbau gefördert.
Nach weiteren 6 Wochen kann auf die Orthese verzichtet werden. Bei überdurchschnittlichen sportlichen Aktivitäten bzw. Belastungen findet sie hingegen noch Verwendung
Sportarten wie Schwimmen und Radfahren können in der Regel nach ca. 3 Monaten durchgeführt werden, Kontakt- bzw. Stop-and-go-Sportarten zumeist nach 6-9 Monaten.
Die genannten Maßnahmen mit den entsprechenden Zeitangaben stellen Richtwerte dar. Im Einzelfall kann ein Abweichen von diesen Richtlinien erforderlich sein. Bei Fragen steht Ihnen das Team von
SPORTHOMEDIC gerne zur Verfügung.
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