Tim Rubink machte einige Länderspiele für die U-19 und spielte für Vereine wie Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen und SV Sandhausen. Mit 22 Jahren bekam er nach einem Kreuzbandriss im linken Bein von seinem Arzt die Diagnose, dass es mit dem Fußballspielen vorbei sei. „Ich habe immer viel trainiert. Weil ich vom Körperbau eher schmächtig bin, habe ich oft mit hohen Gewichten gearbeitet. Da habe ich mir damals viel kaputt gemacht“, erzählt Tim bei seiner Untersuchung im Zentrum für Bewegungsanalyse in Köln. Rubink ließ sich von der Diagnose allerdings nicht entmutigen, kämpfte, trainierte und spielt bis heute Fußball. Aktuell ist er immer noch ein Leistungsträger beim SC Kapellen (Niederrheinliga).
Bei der 4D Vermessung zeigte sich, dass die Wirbelsäule stark nach rechts orientiert ist und das Becken einen deutlichen Hochstand aufweist.
Die Maximalkraftanalyse wies eine Einschränkung der linksseitigen Abduktion sowie der linksseitigen Lateralflexion nach. „Ich habe nach der Diagnose mein linkes Bein wie wahnsinnig auftrainiert, um dem Knie so viel Stabilität wie möglich zu geben und wieder Fußball spielen zu können“, erinnert sich Rubink an die Jahre nach dem Kreuzbandriss.
„Das hat er in der Tat“, erklärt Prof. Tobolski, „allerdings nur die Beuger und Strecker. Die Abduktoren wurden vernachlässigt, dadurch kommt es zu einem Beckenschiefstand mit Verwringung und einer Einschränkung der Beweglichkeit, dies führt gleichzeitig zu einer Einschränkung der schrägen Bauchmuskulatur links.“
Für das Auftrainieren der linken Seite wird in einer Folgemessung mittels des EMGs die Wirksamkeit unterschiedlichster Übungen getestet, um einen optimalen Trainingsplan erstellen zu können. Im Fokus steht ein stringentes Auftrainieren der betroffenen Muskulatur, mit dem Ziel, die Beckenfehlstellung zu veringern. Dadurch wird die Rotation verbessert und Tim noch dynamischer und auch weniger verletzungsanfällig.