Die Elektromyographie, kurz EMG, befasst sich mit der Entstehung, der Aufzeichnung und der Analyse myoelektrischer Signale. Das Verfahren ermittelt die willkürliche Muskelaktivierung in funktionellen Bewegungen oder Trainingsübungen und gibt somit Aufschluss über die Ansteuerung und Aktivität des Muskels.

Hierbei wird über Oberflächenelektroden auf der Haut die Aktivität des ruhenden sowie des angespannten Muskels abgeleitet. Mit Hilfe dieses Messverfahrens lassen sich Zusammenhänge zwischen Muskelaktivität und Bewegungen darstellen und im Sinne eines Biofeedbacks für den Patienten/Sportler visualisieren.

Es handelt sich um ein diagnostisches Verfahren, das sowohl im Praxisalltag von SPORTHOMEDIC als auch bei SPORTHOMOTION, dem Kölner Zentrum für Bewegungsanalyse, zum Einsatz kommt.

In der Praxisklinik ist die Elektromyographie eine hilfreiche ergänzende Diagnostik zu den klassischen Verfahren wie der Röntgen- und Ultraschalluntersuchung, die Hinweise auf eventuelle Verspannungen oder Schmerzursachen im Bereich der Muskulatur geben kann.

Dabei werden spezielle Elektroden auf den betroffenen Muskel aufgebracht. In einer ersten Messung wird die Ruhespannung der Muskulatur im Seitenvergleich gemessen. So können erste Rückschlüsse auf eine erhöhte Aktivität in Ruhe ermittelt werden, zum Beispiel bei Schonhaltungen. In der darauffolgenden Messung wird die Muskulatur in der Anspannung betrachtet. So kann überprüft werden, ob der Muskel durch Ausübung einer bestimmten Bewegung regelrecht aktiviert wird und im Anschluss auch wieder entspannen kann.

Darüber hinaus profitieren die operierten Patienten von SPORTHOMEDIC von der Elektromyographie, da auf Basis der gewonnenen Daten eine individuelle Therapie erarbeitet werden kann.

Da die Datenübertragung zum Computer drahtlos per Bluetooth Schnittstelle erfolgt, kann die Messung in einer größtmöglichen Bewegungsfreiheit durchgeführt werden. SPORTHOMOTION nutzt diese hochinnovative Technik im Rahmen der funktionellen Leistungsdiagnostik von Leistungs- und leistungsorientierten Sportlern. Jeder Sportler wird individuell und in einer für seine Sportart spezifischen Bewegung vermessen. Das Ergebnis liefert damit genauste Informationen über die Muskelaktivität bei der Ausübung der sportartspezifischen Bewegung (z.B. die Vorhandbewegung beim Tennis oder der Torschuss beim Fußball). So können Bewegungsabläufe gezielt optimiert und Trainingserfolge objektiv gemessen werden.