Anatomie

Die gesamte Streckmuskulatur von Unterarm, Handgelenk und Fingern entspringt außenseitig am Ellenbogen an einem gut tastbaren Knochenvorsprung, dem Epicondylus. Die Beugemuskulatur entspringt gegenüber auf der Innenseite des Ellenbogens.

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Krankheitsentstehung

Durch wiederholte Belastungen zum Beispiel im Rahmen körperlicher Arbeit, Schlagsportarten oder aber auch eine einseitige Haltung bei Computerarbeit kann mit der Zeit eine Überlastung der Sehenansätze an den Epicondylen entstehen. Besteht die Überreizung außenseitig, spricht man vom Tennisellenbogen, besteht sie innenseitig, vom Golferellenbogen (innenseitig).

Symptome

Anfänglich schmerzt der Ellenbogen außen- bzw. innenseitig nur unter Belastung, zeitweise mit Ausstrahlung auf den Unterarm. Bei fortgeschrittenen Erkrankungsstadien treten die Beschwerden auch in Ruhe auf und können teilweise auch auf den Oberarm ausstrahlen. Das Anheben leichter Gegenstände wie zum Beispiel einer Kaffeetasse oder Händedruck zur Begrüßung können dann schon schmerzhaft werden.

Diagnostik

Ein Tennis- bzw. Golferellenbogen ist in erster Linie eine Diagnose, die anhand der körperlichen Untersuchung gestellt wird. Der typische Druckpunkt in Kombination mit einer schmerzhaften Muskulatur bei Anspannung (Streckung bzw. Beugung im Handgelenk gegen Widerstand) sind eindeutige Hinweise. Ergänzend kann man im Ultraschall eine Verdickung oder bei fortgeschrittenen Stadien auch eine Verkalkung der Sehnenansätze an den Epicondylen beobachten.

Therapie

Ein Tennis- bzw. Golferellenbogen kann manches Mal sehr hartnäckig in der Behandlung sein. Bewährt haben sich neben einem Training zum Aufdehnen der betroffenen Muskelgruppe eine lokale Eisbehandlung und die Stoßwellentherapie.

Bei hartnäckigen und persistierenden Beschwerden kommt eine operative Versorgung in Frage.