Anatomie

Das Daumensattelgelenk stellt die Verbindung zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein (Os trapezium) dar. Aufgrund der komplexen Gelenkmechanik im Zusammenspiel beider Knochen kann die Greiffunktion des Daumens in verschiedenen Ebenen gewährleistet werden.

Krankheitsentstehung

Im Hinblick auf die fortwährende Belastung des Daumens bei jeglicher Tätigkeit kann es im Sinne einer fortgesetzten Überbelastung zur Ausbildung einer Arthrose des Daumensattelgelenkes (Rhizarthose) kommen. Die Erkrankung tritt meistens ab dem fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt auf, Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Ebenfalls findet sich die Daumensattelgelenksarthrose als Folge von Unfällen.

Symptome

Als typisches Symptom liegt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Hand bzw. des Daumens, insbesondere bei der Greiffunktion und beim Faustschluss vor. Ebenso kommt es zu einer sichtbaren Verdickung bzw. Deformierung der Hand in Höhe des ersten Strahls der Mittelhand.

Diagnostik

Neben der körperlichen Untersuchung und Befragung des Patienten gehört zu Diagnostik eine Röntgenuntersuchung der Hand, gegebenenfalls zur Abklärung weiterer Erkrankungen die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung.

Therapie

Zu Beginn der Erkrankung kann oftmals eine konservative Therapie mit Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Ibuprofen, Diclofenac) zur Entzündungshemmung und Schmerztherapie hilfreich sein. Bei fortschreitender Erkrankung mit verstärkten Schmerzen unter Belastung der Hand helfen entsprechende Schienen (Orthesen) zur Ruhigstellung und Stabilisierung des Daumensattelgelenkes. Injektionen in das Gelenk mit Cortison und Betäubungsmittel lindern oftmals die Beschwerdesymptomatik. Auch eine Infiltration mit Hyaluronsäure kommt hier in Betracht. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wird dann eine operative Entfernung (Resektionsarthoplastik) des großen Vieleckbeins (Os trapezium) durchgeführt, um das schmerzhafte Reiben der Knochen aufeinander zu beenden.