Anatomie

Im Bereich der Hohlhand findet sich eine kräftige Bindegewebesplatte (Palmarfaszie) unmittelbar unter der Haut. Diese steht mit den Beugesehnen der Finger über Bindegewebsstränge, so genannte Septen, in Verbindung.

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Krankheitsentstehung

Die genauen Zusammenhänge in der Entstehung der Erkrankung sind nicht bekannt. Sie gehört zu den so genannten Fibromatosen, also den Veränderungen des Bindegewebes. Es kommt hier zu einer Schrumpfung des Bindegewebes. Betroffen sind hauptsächlich Männer.

Symptome

Typische Symptome sind Knötchen- oder Strangbildung im Bereich der Hohlhand. Bevorzugt sind hier der vierte und fünfte Strahl, also Ring- und Kleinfinger. Hier kommt es zu einer fortschreitenden Fixierung der Finger in Beugestellung. Grundsätzlich können alle Finger und auch der Daumen betroffen sein. Die Veränderungen sind in der Regel nicht schmerzhaft, es kommt lediglich zu einem umschriebenen Druckgefühl über den Bindegewebsknoten.

Diagnostik

Hier ist die körperliche Untersuchung des Patienten ausreichend, weitere technische Untersuchungen sind selten notwendig. Die Erkrankung wird in verschiedene Stadien eingeteilt, diese richten sich nach der Beugestellung der Finger.

Therapie

Am Anfang der Erkrankung kann eine spezielle Röntgenbestrahlung durchgeführt werden. Diese kann den Fortschritt der Erkrankung verlangsamen. Im fortgeschrittenen Stadium steht die operative Versorgung mit Resektion der Palmarfaszie als etabliertes Operationsverfahren zur Verfügung. Alternativ, aber nicht so etabliert wie die operative Resektion, besteht auch die Möglichkeit der Nadelfasziotomie. Hierbei wird die verdickte Palmarfaszie durch die Haut mehrfach mit Nadeln eingestochen und anschließend vorsichtig aufgedehnt. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Injektion eines das Bindegewebe andauenden Enzymes (Kollagenase).