Anatomie

Die Sehnen stellen die Verbindung zwischen Muskeln und Knochen her. Sie sind von einer Sehnensscheide umgeben und gleiten in dieser geschmiert von einer Gleitflüssigkeit (Synovialflüssigkeit). Die Sehnenscheiden haben eine Schutzfunktion und reduzieren die Reibung der Sehne.

Hände mit Sehnenscheidenentzündung am Schreibtisch über Tastatur

Krankheitsentstehung

Durch eine wiederkehrende Überbelastung, oftmals durch handwerkliche Tätigkeit oder auch sportliche Betätigung kann es zu einer Entzündungsreaktion kommen. Häufig sind hier die Sehnen im Bereich von Unterarm und Hand betroffen.

Symptome

Das typische Bild sind Schmerzen in Ruhe und bei Belastung. Ebenso können Rötung und Überwärmung als Ausdruck der Entzündungsreaktion vorliegen.

Diagnostik

Neben der körperlichen Untersuchung mit Abtasten der betroffenen Sehnen ist die Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Gegebenenfalls wird ein Röntgenbild zur Ergänzung angefertigt. Seltener sind MRT-Untersuchungen, diese werden nur bei bestimmten Fragestellungen durchgeführt.

Therapie

Im Vordergrund der Behandlung steht die konservative Therapie mit ruhigstellenden oder entlastenden Verbänden. Ebenso soll die auslösende Belastung (Sport oder bestimmte berufliche Belastungen) über längere Zeit gemieden werden. Ergänzend können nichtsteroidale Antirheumatika (Diclofenac, Ibuprofen) eingenommen und/oder lokal Salben appliziert werden. Falls diese Maßnahmen zu keiner durchgreifenden Befundbesserung führen, besteht die Möglichkeit der örtlichen Injektionstherapie mit Cortison oder ACP. Außerdem findet die Laser– oder Stoßwellentherapie Anwendung. In bestimmten Fällen – Sehnenscheidenentzündung der Daumenstrecksehne (Tendovaginitis de Quervain) oder der Verdickung der Beugesehnen in der Hohlhand – besteht auch die Möglichkeit einer operativen Therapie.