Anatomie

Innenseitig und außenseitig am Knie befindet sich jeweils ein Band, das den Oberschenkel mit dem Unterschenkel verbindet. Die Seitenbänder sind dabei in strecknahen Gelenkstellungen angespannt und stabilisieren das Kniegelenk dann in seitlicher Richtung. Außerdem haben sie eine rotationssichernde Komponente. Das Innenband ist mit dem Innenmeniskus verwachsen. Daher kommt es hier häufig zu Kombinationsverletzungen.

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Krankheitsentstehung

Eine Innen- oder Außenbandverletzung ist fast ausschließlich traumatisch bedingt. Typische Verletzungsmuster sind dabei Rotationstraumata oder eine Krafteinwirkung von seitlich auf das Knie. Nicht selten ist eine Seitenbandverletzung dabei mit zusätzlichen Verletzungen wie z.B. einer Meniskus– oder Kreuzbandverletzung vergesellschaftet.

Symptome

Während des Traumas spüren manche Patienten ein Knacken oder Reißen im Knie. Häufig geht eine Seitenbandverletzung mit einer Schwellung und Schmerzhaftigkeit des Kniegelenkes einher, insbesondere wenn weitere Begleitverletzungen vorliegen. Ein Auftreten unmittelbar nach dem Unfall ist nur selten möglich.

Diagnostik

Eine Seitenbandverletzung kann in aller Regel bereits sicher durch die körperliche Untersuchung diagnostiziert werden. Ein gerissenes Seitenband ist dadurch gekennzeichnet, dass sich das verletzte Knie seitlich aufklappen lässt, also bei einem X-Bein- oder O-Bein Stress instabil wird. Zum Ausschluss knöcherner Begleitverletzungen sollte unmittelbar eine Röntgenuntersuchung erfolgen. Die Seitenbandverletzung selbst kommt auf der Ultraschall– oder MRT Untersuchung zur Darstellung.

Therapie

Abhängig von der Stabilität und den Begleitverletzungen erfolgt die Therapie operativ oder konservativ. Eine isolierte Seitenbandverletzung kann in der Regel konservativ durch das Tragen einer speziellen Schiene für 6 Wochen erfolgen. Bei persistierender Instabilität oder vor allem bei Begleitverletzungen wird operativ therapiert. Neben der Therapie der Begleitverletzungen erfolgt dabei eine Rekonstruktion des verletzten Bandes.