Anatomie

Das Schulterhauptgelenk wird gebildet aus dem Oberarmkopf und der Schulterpfanne, einem Teil des Schulterblattes. Oberhalb des Oberarmkopfes befindet sich das Schulterdach (Acromion), das mit dem Schlüsselbein das Schultereckgelenk bildet, ein Nebengelenk der Schulter. Durch den Subacromialraum, den Raum zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf, laufen die Sehnen der Rotatorenmanschette. Zusätzlich befindet sich hier ein Schleimbeutel.

Schultereckgelenksarthrose-Schulter Schmerzen

Krankheitsentstehung

Das Schultereckgelenk zeigt bei vielen Menschen bereits in frühen Jahren (ab etwa Mitte 20) Gebrauchsspuren, ohne dass es Beschwerden macht. Bei einem fortschreitenden Verschleiß kommt es zu einer Einengung des Gelenkes selbst. Außerdem verdickt sich das Gelenk und kann dadurch den Subacromialraum mit den darin gelegenen Strukturen einengen und so zu einem Schulterengpasssyndrom führen.

Symptome

Anfänglich schmerzt die Schulter unter Belastung, insbesondere beim Anheben des Armes über Kopf. Der Schmerz wird dabei lokalisiert im Schultereckgelenk empfunden, das manchmal deutlich prominent unter der Haut hervortritt. Später treten auch in Ruhe und insbesondere beim liegen auf der betreffenden Schulter Beschwerden auf.

Diagnostik

Neben der körperlichen Untersuchung erfolgt ggf. ergänzend eine Ultraschall-, Röntgen– oder MRT-Diagnostik.

Therapie

Eine Besserung des Verschleißes ist konservativ nicht möglich. Daher zielt die konservative Therapie auf die Behandlung der Schmerzen und der Entzündung, die in Folge der Gelenkveränderung entstehen, ab. Hier kommen vor allem nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Ibuprofen, Diclofenac) zum Einsatz. Aber auch eine Infiltration mit Cortison, Hyaluronsäure oder die Anwendung der Lasertherapie führen bei mittelgradigen Verschleißzuständen zu einer Linderung der Beschwerden.

Wenn die konservative Therapie nicht zum Ziel führt, kommt die Erweiterung des Schultereckgelenkes im Rahmen einer Schulterarthroskopie in Frage.