Anatomie

Die Achillessehne ist die gemeinsame Endstrecke der Wadenmuskulatur und überträgt deren Kraft auf die Ferse. Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers und unverzichtbar für die Fortbewegung.

Krankheitsentstehung

Bei regelmäßiger (Über-) Beanspruchung der Achillessehne kann es zusammen mit weiteren ungünstigen Begleitumständen wie zum Beispiel einer Beinachsen– oder Fußfehlstellung, Verkürzung der Wadenmuskulatur oder falschem Bewegungsablauf zu einer chronischen Reizung der Achillessehne kommen. Da Sehnen im Vergleich nicht sehr stoffwechselaktiv sind, regenerieren sie nur sehr langsam.

Symptome

Vor allem Laufsportler bemerken einen Schmerz im Bereich von Ferse oder Achillessehne, der anfänglich nur beim Anlaufen (insbesondere morgens), später aber sogar dauerhaft besteht. Zudem kann es zu einer tast- und sichtbaren Verdickung der Achillessehne kommen.

Diagnostik

Neben der körperlichen Untersuchung können Veränderungen der Sehne (Verdickungen, Verkalkungen) insbesondere mit Hilfe der Ultraschall– oder MRT– Untersuchung sichtbar gemacht werden. Ergänzend können mit Hilfe der Bewegungsanalyse und der Fußdruckmessung Störungen der Biomechanik aufgedeckt werden.

Therapie

Unter der Vielzahl von Therapievarianten zeigen das exzentrische Training und die Stoßwellentherapie wissenschaftlich betrachtet die besten Ergebnisse. Als weitere konservative Therapiemaßnahmen kommen die Laser– oder ACP-Therapie in Betracht, ggf. ergänzt um ein Kinesio-Taping. In therapieresistenten Fällen hilft häufig nur noch die operative Intervention. Dabei werden verändertes Sehnengewebe entfernt, Verklebungen gelöst und eventuell vorhandene Verkalkungen ausgeschält. In jedem Falle ist eine Anpassung der sportlichen Belastung unabdingbar. Eine schmerzhafte Achillessehne sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Unbehandelt besteht ein erhöhtes Risiko eines Achillessehnenrisses.