Die Auswahl des zu wählenden operativen Verfahrens muss sorgfältig dem im Röntgenbild festgestellten Ausmaß der Arthrose sowie dem Beschwerdebild des Patienten angepasst werden.

Bei noch mäßiger Arthrose kommen vor allem gelenkerhaltende Eingriffe in Betracht. Hierbei können die schmerzhaften knöchernen Anbauten am Gelenk entfernt, die verkürzten Kapselstrukturen gelöst und die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert werden.
Postoperativ kann in einem Spezialschuh unmittelbar voll belastet werden, eine Entlastung an Unterarmgehstützen ist nicht erforderlich. Nach initial abschwellenden Maßnahmen ist eine frühzeitige Beübung des Gelenkes empfehlenswert, um die Beweglichkeit zu verbessern. Sportliche Aktivitäten können nach etwa 6-8 Wochen wieder begonnen werden.

Bei weit fortgeschrittener Arthrose ist die Gelenkversteifung (Arthrodese) ein bewährtes Verfahren. Entgegen der Befürchtung der meisten Patienten kommt es hierbei zu sehr guten Ergebnissen ohne wesentliche Funktionseinschränkungen.
Postoperativ ist hierbei eine Ruhigstellung im Gips oder Spezialstiefel mit Entlastung an Unterarmgehstützen für etwa 4-6 Wochen notwendig. Die Wiederaufnahme sportlicher Belastung kann nach 10-12 Wochen wieder erfolgen.

Die Endoprothese des Großzehengrundgelenkes konnte sich von Seiten der Langzeitergebnisse noch nicht als Standard durchsetzen.