Bei einseitigem Kniegelenkverschleiß und bestehender Beinachsenfehlstellung kann eine Beinachsenumstellung erfolgen, um ein weiteres Fortschreiten des Verschleißes aufzuhalten und die Versorgung mit einer Knie-Endoprothese zu verzögern oder im besten Falle ganz zu verhindern. Je nach Fehlstellung (X- oder O-Bein) stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Bei einem O-Bein besteht die Fehlstellung häufig im Schienbein. Zur Korrektur wird unterhalb des Schienbeinkopfes ein horizontaler Sägeschnitt gesetzt und das Schienbein dann in der Achse korrigiert. Anschließend erfolgt die Fixation mit einer Platte, die dem Knochen unmittelbar aufliegt. Bei X-Beinen besteht die Fehlstellung meist im Bereich des Oberschenkelknochens. Hier erfolgt die Korrektur analog über einen Sägeschnitt oberhalb des Kniegelenkes. Nach der Operation erfolgt die Ruhigstellung des Kniegelenkes für etwa 2 Wochen in einer Schiene. Außerdem ist eine Teilbelastung an Unterarmgehstützen für etwa 6 Wochen notwendig. Weitere Informationen zur Nachbehandlung finden Sie im Rehaplan.
Das Plattenmaterial kann nach etwa 12 bis 18 Monaten wieder entfernt werden.