Bei persistierender seitlicher Instabilität erfolgt ein operativer Innen- bzw. Außenbandersatz. Als Bandersatz verwendet man eine kniegelenksnahe Sehne (Semitendinosus oder Gracilis), die am Schienbeinkopf vorne innenseitig fixiert ist. Über einen kleinen Schnitt wird die Sehne gewonnen und dann als Innen- bzw. Außenbandersatz über einen weiteren Schnitt an der jeweiligen Stelle eingezogen und mittels Schrauben am Knochen fixiert.

Der Eingriff wird in der Regel kurzstationär und in Vollnarkose durchgeführt. Postoperativ wird das Knie über 6 Wochen in einer speziellen Schiene fixiert und die Beweglichkeit nach und nach wieder freigegeben. Eine Teilbelastung an Unterarmgehstützen ist für 3 Wochen nötig. Die volle Sportfähigkeit ist nach 6 Monaten wieder erreicht.