Eine Kreuzbandverletzung heilt nicht spontan ab. Auch eine Naht ist nicht möglich. Daher erfolgt ein Kreuzbandersatz. Dafür stehen drei verschiedene Sehnen zur Verfügung: Die sogenannten Hamstringsehnen (Semitendinosus, Gracilis), die vorne-innen am Schienbeinkopf fixiert sind, ein Teil der Sehne des Oberschenkelstreckers (Quadriceps), die am oberen Kniescheibenpol fixiert ist oder ein Teil der Kniescheibensehne, die sich zwischen Kniescheibe und Schienbeinkopf aufspannt. Welche Sehne jeweils in Frage kommt, wird bei Sporthomedic individuell auf den Patienten abgestimmt. Über einen kleinen Schnitt wird die Sehne jeweils entnommen, das Einbringen des Transplantates wird dann vollständig arthroskopisch durchgeführt. Die Fixation der Sehne erfolgt im Regelfalle mit Schrauben, die im Knochen verbleiben.

Bei Teilverletzungen des Kreuzbandes kann auch nur ein Teilersatz erfolgen. Bei eher selten anzutreffenden knochennahen Teilausrissen kann durch eine Knochenanbohrung eine Wiederanheftung des Kreuzbandes gelingen.

In jedem Falle wird das Kniegelenk nach der Operation in einer speziellen Schiene ruhig gestellt. Eine Entlastung an Unterarmgehstützen ist für etwa 3 Wochen notwendig. Weitere Informationen zur Nachbehandlung geben die entsprechenden Schemata für die vordere bzw. hintere Kreuzbandverletzung.

Wenn es zu einem erneuten Riss einer Kreuzbandplastik kommt, kann auch eine erneute Rekonstruktion auf die gleiche Weise erfolgen.

Eine Kreuzbandoperation kann in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt werden.