Wenn bei der chronischen Achillodynie alle konservativen Maßnahmen erfolglos bleiben oder bei ausgeprägten Sehnenschäden ein Riss der Achillessehne droht, kann eine Operation notwendig werden.

Die Operation wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. In Bauchlage erfolgt ein Schnitt über der Achillessehne. Das geschädigte Sehnengewebe wird entfernt und bestehende Verklebungen der Sehne mit der Sehnenscheide gelöst. Sollte für die Entfernung von bestehenden Verkalkungen der Sehne oder die Entfernung von knöchernen Überständen am Fersenbein (sogenannte Haglund-Ferse) eine teilweise Ablösung der Achillessehne notwendig sein, erfolgt anschließend die Refixation der Sehne am Fersenbein mittels Nahtanker. Abhängig vom Ausmaß der Schädigung der Sehne kann eine Verstärkung durch ein Sehnentransplantat erforderlich werden.

Postoperativ erfolgt die Ruhigstellung in einer Gipsschiene und die Entlastung an Unterarmgehstützen. Je nach Ausmaß der Operation beträgt die Nachbehandlungsdauer in der Regel 4-8 Wochen.
Eine sportliche Belastung kann allerdings erst nach ca. 10-12 Wochen wieder aufgenommen werden.