Unter Arthroskopie versteht man eine kameragestütze „Schlüssellochoperation“. Durch einen etwa 0,5cm langen Schnitt an der Vorderseite des oberen Sprungegelenkes wird eine Kamera in das Gelenk eingeführt. Über zwei an der Kamera angeschlossene Schläuche wird das Gelenk während der Operation ständig mit Wasser gespült. Das Auffüllen des Gelenkes mit Wasser vergrößert zum einen den Gelenkraum, zum anderen ermöglicht es das Ausspülen von z.B. abgeschilferten Knorpel- und Knochenfragmenten (freie Gelenkkörper) sowie von entzündlicher Gelenkflüssigkeit.
Zunächst erfolgt ein standardisierter Rundgang durch das Gelenk mit Fotodokumentation der relevanten Knorpel- und Bandstrukturen. Im Gegensatz zu Röntgen- oder MRT-Untersuchungen ermöglicht die Arthroskopie auch eine Untersuchung unter Bewegung des Gelenkes, um dynamische Veränderungen sichtbar zu machen.
Über weitere kleine Schnitte (in der Regel insgesamt 2 bis 4) können dann verschiedene Spezialinstrumente in das Sprunggelenk eingebracht werden, um die diagnostizierten Veränderungen zu operieren.

Klassische Indikationen für eine Sprunggelenksarthroskopie sind zum Beispiel ein Knorpelschaden, einklemmende Bandreste, wie sie nach Bandverletzungen auftreten können oder knöcherne Überstände, die insbesondere bei Fußballern häufiger auftreten und die Beweglichkeit des Gelenkes blockieren.

Nach einer Sprunggelenksarthroskopie ist je nach durchgeführter Maßnahme eine temporäre Entlastung an Unterarmgehstützen, eine Ruhigstellung mittels Gipsschiene und eine krankengymnastische Übungsbehandlung notwendig. Informationen zur Nachbehandlung finden Sie zum Beispiel unter der jeweiligen Operation oder in unseren Nachbehandlungsschemata.

Eine Sprunggelenksarthroskopie kann in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt werden.