Dr. Peter Buchholz, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, führte im Auftrag der Deutschen Sporthochschule Köln zum wiederholten Male eine Muskelbiopsie im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie durch. Diese bildet die Grundlage der sportwissenschaftlichen Dissertationsarbeit von Herrn Thrasyvoulos Papadopoulos, der an der DSHS im Fach Sportwissenschaften promoviert. Betreuer dieser Promotionsarbeit ist Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bloch, Leiter des Institutes für Kreislaufforschung und Sportmedizin und der Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin. Neben dieser wissenschaftlichen Arbeit sind die Ergebnisse der Studie auch relevant für drei weitere humanwissenschaftliche Dissertationen.
Im Rahmen dieser Studie werden die Effekte eines exzentrischen vs. konzentrischen Krafttrainings gegenübergestellt und analysiert. Dies erfolgt mittels zweier Versuchsgruppen von jeweils 20 Teilnehmern. Nach einem zuvor erstellten Trainingsplan absolviert eine Gruppe drei Mal pro Woche ein exzentrisches, eine zweite Gruppe ein konzentrisches Muskeltraining über eine Dauer von acht Wochen.
Um herauszufinden wie sich diese unterschiedlichen Trainingsmethoden auf die Zielmuskulatur auswirken, bedarf es einer spezifischen Diagnostik. Diese erfolgt im Rahmen einer Muskelbiopsie – ein Eingriff, in dem den Probanden mit Hilfe einer sogenannten Bergstroem-Nadel eine Probe aus dem M. vastus lateralis (vorderer Oberschenkelmuskel) entnommen wird. Durchgeführt wird die Muskelbiopsie in Lokalanästhesie von Dr. Peter Buchholz in der sportorthopädischen Praxisklinik Sporthomedic. Um die Veränderungen im Verlauf der Studie aufzuzeigen, sind mehrere Muskelbiopsien erforderlich. Eine Nullprobe wird den Versuchspersonen vor Beginn des Trainingsintervalls entnommen. Drei weitere Proben folgen während der Trainingsphase in regelmäßigen Abständen. Eine abschließende Entnahme erfolgt im Anschluss an das Training nach einer dreiwöchigen Ruhephase.
Die erste Serie der Studie ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Um die Aussagekraft der Studie zu verstärken, ist eine zweite Serie für Februar geplant. Nach Abschluss dieser Serie, erfolgt die histologische Auswertung der Präparate und die Fertigstellung der wissenschaftlichen Arbeit.