Philipp (17 Jahre) musste vor knapp neun Jahren aufgrund einer Knochenkrebs-Erkrankung sein rechter Oberschenkel amputiert werden.

Heute ist Philipp Waßenberg Leistungsträger in der Behindertensport-Leichtathletik Abteilung von Bayer Leverkusen. In diesem Jahr hat er sich bei der Junioren-Weltmeisterschaft gleich drei Goldmedaillen gesichert, im 100 und 200 Meter Sprint und im Weitsprung. Mit einem Sprungergebnis von 5,24 m hat Philipp sich auf den vierten Platz der Erwachsenen Ranking-Liste gekämpft.

„Mein größter Wunsch ist es, dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio zu starten“, erzählt Waßenberg, als er seine Untersuchung bei SPORTHOMOTION machen ließ. Aktuelle Schmerzen im Stumpf und ein gelegentliches Instabilitätsgefühl im Hüftbereich könnten einem Erreichen der Norm und der damit einhergehenden Teilnahme in Rio im Weg stehen.

„Vielleicht können wir ja unseren Beitrag dazu leisten, Philipps Wunsch, nach Rio zu fahren zu ermöglichen“, hofft Prof. Tobolski.

Die 4D Vermessung zeigte eine deutliche Abweichung der Wirbelsäule zur linken Seite, die Konsequenz ist eine Rotationsabweichung der Wirbelkörper nach rechts. Bei der Laufanalyse wurde ein relativ hartes Gangbild mit dem linken Bein aufgezeigt, welches auf eine Instabilität der rechten Hüfte schließen lässt.

Tobolski empfiehlt eine Detonisierung und Aufdehnung der hüftübergreifenden Strukturen rechts sowie eine Deblockierung der unteren Lendenwirbelsäule durch einen Physiotherapeuten.

 

„Wir wollen Philipp weiterhin auf seinem Weg begleiten“, erklärt Marlon Kreis, Leiter des Bewegungsanalyselabors. Das Team von SPORTHOMOTION wird die Messungen fortsetzen und die Leistungsadaption dokumentieren.