„High Intensity Training“ (HIT-Training) klingt zunächst nach einer extrem großen Quälerei. Aber wie gut ist dieses HIT-Training wirklich?
Prof. Dr. med. Oliver Tobolski ist Experte für Sportmedizin und kennt die Vor- und Nachteile dieser intensiven Trainingsmethode. Er erklärt, was das HIT-Training auszeichnet und wo der Unterschied zu „normalen“ Trainingsmethoden liegt.
30 Minuten Joggen – das ist ein übliches Training, das wohl jedermann bekannt ist. Weniger das HIT-Training. Dabei handelt es sich um ein Training im Maximalbereich, bei dem auf kurze hohe Belastungen kurze Phasen der Regeneration folgen. Der wesentliche Vorteil dieser Methode liegt zum einen darin, dass weniger Zeit für das Training benötigt wird. Zum anderen bestätigen Studien die höhere Effektivität von HIT im Vergleich zu herkömmlichen Trainings.
In einem zuvor klar definierten Zeitrahmen wird versucht, den Körper maximal auszubelasten, z. B. in Form eines Sprints. Darauf folgt eine Phase der Regeneration von 2-3 Minuten, woraufhin die maximale Belastung erneut wiederholt wird. Insgesamt wird dieses Training für 15-20 Minuten durchgeführt. Im Unterschied dazu steht das fettverbrennende Ausdauertraining, bei dem über 30-50 Minuten eine gleichförmige Bewegung ausgeführt wird.
Durch die hohe Belastung beim HIT-Training stellt sich dann die Frage, wie häufig diese Art des Trainings durchgeführt werden sollte. Prof. Tobolski empfiehlt dabei maximal 2-3 Einheiten pro Woche mit entsprechenden Pausen, damit der Körper sich hinreichend von den Belastungen erholen kann. Darüber hinaus sollte vor dem Einstieg in das Training eine sportmedizinische Untersuchung durchgeführt werden, da solch maximale Belastungen nicht direkt für jeden anzuraten sind. Beeinflussende Faktoren sind u.a. die kardiale Situation, das Gewicht und der Gelenkstatus.
Zusammenfassend ist das HIT für den Sportmediziner dennoch ein sinnvolles Training.